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Deutsche Rentner bei Bootsunfall in Bantry getötet

Am vergangenen Montag kam es zu einem schweren Unfall in der Bucht von Bantry südlich der Beara Halbinsel. Aus noch ungeklärter Ursache geriet ein kleines Ausflugsboot in Brand. Drei der vier Besatzungsmitglieder starben, darunter waren auch zwei Deutsche. Der einzige Überlebende wurde von einem zufällig anwesenden Helikopter der Küstenwache gerettet.

Die drei Opfer lebten in Glengarriffe und Bantry. Einer der Deutschen stammt ursprünglich aus Husum, der andere aus Hitzacker in Niedersachsen. Das Boot gehörte einem der beiden Deutschen.

Anscheinend hatten sich die vier Freunde getroffen, um gemeinsam angeln zu gehen. Die See war zum besagten Zeitpunkt relativ ruhig, warum die drei Männer ums Leben kamen, ist nicht ganz klar.

Laut Gerichtsmediziner erlitten die Männer keine Brandverletzungen und sind wohl auch nicht am Qualm erstickt. Im Moment geht man davon aus, dass die Männer bei vollem Bewusstsein waren, als sie das Boot evakuierten.

Alle drei waren in ihren Gemeinden bekannt und geschätzt, mit entsprechender Bestürzung wurde die Nachricht aufgenommen.


Nach bisherigen Erkenntnissen brach das Feuer am Führerhaus aus. Laut Zeugenaussage bemerkten die Freunde zuerst einen leichten Brandgeruch. Eine Inspektion ergab, dass die Elektrik Feuer gefangen hatte. Die Versuche, das Feuer mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen, schlugen fehl. Relativ schnell sprang das Feuer auch auf den Rest des Bootes über.

Die vier Männer gingen geordnet von Bord. Zunächst versuchten Sie nahe des brennenden Wracks zu verharren, mussten sich wegen der intensive Hitze aber bald weiter zurückziehen. Nach Angaben der Polizei schafften sie es nicht, einen Notruf abzusetzen. Wegen des Feuers kamen sie auch nicht an die Rettungswesten unter Deck. Die Verstorbenen galten als erfahrene Seeleute. Der Alarm wurde von einer nicht näher bezeichneten Person am Ufer ausgelöst. Anscheinend sah er das Feuer und alarmierte die Rettungskräfte.

Der Rettungshubschrauber der Küstenwache war zufällig in der Nähe, erreichte den Unglücksort also zügig. Trotzdem konnte nur ein Überlebender geborgen werden. Der amerikanisch stämmige Ed Dziato war allerdings auch der Jüngste unter den vieren. Die beiden Deutschen waren demnach in den späten Sechzigern.

Bisher deutet alles auf einen Unfall hin, Gardai hat - wie auch sonst üblich - Ermittlungen aufgenommen. Nach ersten Angaben könnte sich die Untersuchung hinziehen. Das Boot sank und muss zunächst geborgen werden.

Zum Zeitpunkt des Unfalls befand sich das Boot knapp drei Meilen südlich des Roancarrig Lighthouse nahe Adrigole in der Bantry Bay. Die Bucht ist recht tief und entsprechend schwierig gestaltet sich die Untersuchung. Bisher geht man davon aus, dass das Boot in etwa 50 Meter Tiefe liegt. Es ist noch nicht einmal klar, ob es überhaupt geborgen werden kann.



Dublin, 08/2010



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